Im Atlas
Industriesalon Schöneweide /
Industriesalon Schöneweide e.V.; Museum, Vermittlung und Ausgangspunkt für Rundgänge.

Ort in Schöneweide
Im Atlas
Industriesalon Schöneweide e.V.; Museum, Vermittlung und Ausgangspunkt für Rundgänge.
Kurzprofil
Auftaktstation der Elektropolis-Führung mit Bezügen zu Straßen- und Industriegeschichte, DDR-Poliklinik, Zwangsarbeit, Reinbeckhallen und neuen Kulturorten an der Spree.
Industriesalon Schöneweide e.V.; Museum, Vermittlung und Ausgangspunkt für Rundgänge.
Epochen
2009–heute
Der Industriesalon sammelt materielle und immaterielle Zeugnisse der Industriegeschichte Schöneweides und betreibt Vermittlung, Museum, Archiv und Rundgänge in der Reinbeckstraße.
Unbekannt / nicht bewertet · Industriesalon-Sammlungsseite, bestehende Registerdaten und Tourenskript-Kontext.
Gegenwart
Status
Kultur
Eigentum
Industriesalon Schöneweide e.V. (Betreiber/Träger; Gebäudeeigentum nicht bestätigt)
Operator
Industriesalon Schöneweide e.V.
Tenant
Museum, Sammlung, Vermittlung, Rundgänge
Fläche
Museum/Sammlung; Fläche nicht eingetragen
Investition
Gemeinnützig/projektbasiert; nicht bestätigt
Website / Quelle
Datenstand
Tourenskript 2: Oberschöneweide: Industrialisierung und Elektropolis, StattReisen Berlin, Stand 17. März 2014.
Geschichte
Industriesalon hält einen Ort offen, an dem Industriegeschichte nicht abstrakt bleibt. Er bewahrt Sammlung, Erinnerungen und Produktionswissen in Schöneweide und macht daraus Ausstellungen, Gespräche, Führungen und öffentliche Zugänge.
Der Auftakt der Elektropolis-Führung beginnt in der Reinbeckstraße am Industriesalon Schöneweide. Hier verdichten sich auf engem Raum die historischen Schichten Oberschöneweides: vom ehemaligen Wilhelminenhof und seinem Schlosspark über die industrielle Expansion der AEG bis hin zu heutigen Kultur- und Erinnerungsorten.
Die heutige Reinbeckstraße führte ursprünglich als Schloßparkstraße direkt zum Ausflugslokal und Park des Wilhelminenhofs. Ihren heutigen Namen erhielt sie 1938 in Erinnerung an Johann Philipp Otto Reinbeck, der das Gelände 1814 erwarb, dort ein schlossartiges Landhaus errichten ließ und den Ort nach seiner Frau Wilhelmine benannte. Vom ehemaligen Schlosspark ist heute kaum noch etwas sichtbar — an seiner Stelle stehen Industriehallen, Werkbauten und die Reinbeckhallen als Teil des historischen Reinbeckareals.
Zum Stationsfeld gehören der Industriesalon Schöneweide, die ehemalige DDR-Poliklinik in der Reinbeckstraße 4–8, die Erinnerung an Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg sowie neue Kulturorte an der Spree. Die Station verbindet damit Industriegeschichte, Versorgung, Arbeit, Gewaltgeschichte und gegenwärtigen Kulturwandel unmittelbar miteinander.