Publikation

Erdfund eines Agentenfunkgerätes

Ein überraschender Fund in Oberschöneweide führt mitten in die Zeit des Kalten Krieges. Vergrabene Bauteile eines Agentenfunkgeräts werfen Fragen nach Herkunft, Zweck und Nutzung auf – und eröffnen einen seltenen Blick auf verdeckte Technikgeschichte.

Autor:in
Winfried Müller
Untertitel
Technikgeschichte Heft Nr. 7
Seiten
24 Seiten
Preis
4.00 €

Im Heft

Anfang der 1990er-Jahre wurde bei Bauarbeiten in der Helmholtzstraße in Berlin-Oberschöneweide ein ungewöhnlicher Fund gemacht: Fünf sorgfältig in Folie eingeschweißte Pakete kamen bei der Verlegung einer Gasleitung ans Licht. Ihr Inhalt – Einzelteile eines Agentenfunkgeräts – deutet darauf hin, dass hier über Jahrzehnte hinweg ein verborgenes Depot im Boden lag.

Es wird angenommen, dass dieses Erddepot bereits Mitte der 1950er-Jahre angelegt wurde, also in einer Zeit, in der Berlin ein zentraler Schauplatz des Kalten Krieges war. Der Fund wirft bis heute Fragen auf: Wer hat das Gerät versteckt? Für welchen Einsatz war es gedacht? Und warum wurde es nie geborgen?

Die Broschüre von Winfried Müller geht diesen Fragen nach und ordnet den Fund in seinen historischen Kontext ein. Sie beleuchtet Aufbau und Funktionsweise solcher Funktechnik und zeigt, welche Rolle verdeckte Kommunikation in dieser Phase politischer Spannungen spielte. Dabei entsteht ein spannender Einblick in eine meist unsichtbare Ebene der Geschichte – direkt verknüpft mit einem konkreten Ort in Schöneweide.

Der Fund selbst wird so zum Ausgangspunkt einer Spurensuche zwischen Technik, Geheimhaltung und Zeitgeschichte – und macht deutlich, wie eng globale Konflikte und lokale Orte miteinander verbunden sein können.

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