Ort in Schöneweide

Spreehöfe / ADMOS

Im Atlas

Spreehöfe / ADMOS

Wilhelminenhofstr. 89–90 · Oberschöneweide

Heute ist der Komplex als Teil der Spreehöfe aktiv in Nutzung. Das Areal vereint Gewerbe, Büros, Einzelhandel, Kulturangebote…

Kurzprofil

Ort auf einen Blick

1905/06 entstand hier mit dem Verwaltungsbau der Norddeutschen Eisenwerke ein früher metallverarbeitender Standort.

Heute ist der Komplex als Teil der Spreehöfe aktiv in Nutzung. Das Areal vereint Gewerbe, Büros, Einzelhandel, Kulturangebote und Kino; der denkmalgeschützte Bestand verweist dabei weiterhin sichtbar auf die industrielle Herkunft des Standorts.

Epochen

Schichten des Ortes

1905–1909

Kaiserzeit · Industrie / Produktion

Norddeutsche Eisenwerke

1905 wurden die Norddeutschen Eisenwerke gegründet; der Verwaltungsbau entstand 1906 nach einem Entwurf von Bruno Nerlich.

Unbekannt / nicht bewertet · Denkmaldatenbank Berlin und ADMOS Historie

1909–1945

Kaiserzeit · Industrie / Produktion

ADMOS-Metallwerke

Nach dem frühen Ende der Norddeutschen Eisenwerke übernahmen die Allgemeinen Deutschen Metallwerke Oberschöneweide das Gelände.

Unbekannt / nicht bewertet · Denkmaldatenbank Berlin und ADMOS Historie

1945–1990

DDR · Industrie / Produktion

VEB- und Metallverarbeitung

Auch in der DDR blieb der Standort Teil des industriellen Bandes an der Wilhelminenhofstraße.

Unbekannt / nicht bewertet · ADMOS Historie

1991–heute

Nach 1990 · Mischnutzung

Spreehöfe als Freizeit- und Gewerbeort

Heute wird das Areal unter dem Namen Spreehöfe als gemischt genutzter Standort aus Gewerbe, Freizeit und Dienstleistungen wahrgenommen.

Unbekannt / nicht bewertet · ADMOS Historie und Berliner Mieterverein

Gegenwart

Status und Daten

Status

Mischnutzung

Eigentum

ADMOS Immobilien AG

Fläche

Gewerbepark

Investition

ADMOS seit 1998

Arbeitsplätze

Einzelhandel, Kino, Gewerbe

Kaufpreis

ADMOS: Kauf 1998 (Spreehöfe-Komplex)

Website / Quelle

admos-immobilien.de

Datenstand

denkmaldatenbank.berlin.de | admos-berlin.de/historie | otto-brenner-stiftung.de (von Fransecky 2003) | berliner-mieterverein.de

Offene Fragen

Modernisierungspläne? · Mietauslastung?

Geschichte

Ort im Zusammenhang

Der Standort an der Wilhelminenhofstraße 89–90 gehört zum östlichen Industrieband von Oberschöneweide. Das Verwaltungsgebäude von 1906 wurde für die Norddeutschen Eisenwerke nach einem Entwurf von Bruno Nerlich errichtet; noch 1909 übernahmen die Allgemeinen Deutschen Metallwerke Oberschöneweide (ADMOS) das Grundstück. Die Berliner Denkmaldatenbank führt den Bau als wichtigen Beleg für die frühe metallverarbeitende Industrie in Schöneweide.

In der NS-Zeit verdichtete sich die kriegswirtschaftliche Nutzung des Areals. Für den Spreehöfe-Komplex sind ab 1937 Nutzungen durch die Metallverarbeitung Schöneweide und ab 1941 durch die Gesellschaft für Luftfahrtbedarf belegt. Forschungen zur Zwangsarbeit in der Berliner Metallindustrie nennen Wilhelminenhofstraße 89a zudem im Zusammenhang mit der NS-Rüstungsproduktion. Nach 1945 wurde der Standort zunächst als SAG ADMOS und anschließend im Verbund des VEB Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke weitergeführt.

Seit 1992 ist ADMOS wieder als privater Akteur am Ort präsent; 1997 bis 2000 erfolgte die Umfirmierung zur ADMOS Immobilien AG. Gemeinsam mit den benachbarten Grundstücken wurde das Areal seit Mitte der 1990er Jahre unter dem Namen Spreehöfe zu einem gemischt genutzten Gewerbe- und Freizeitstandort entwickelt. Heute prägen Büros, Dienstleistungen, Einzelhandel, Kino und weitere Kultur- und Gewerbenutzungen den Komplex.

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