Werk & Technik, Zeitzeugen

Christine Chlupsa

Christine Chlupsa, WF, Ingenieurin für Halbleitertechnologie, 1972-1991

Datum
March 22, 2015
Jahr
1972
Dauer
06:34
Sprache
Deutsch
Quelle
Industriesalon Schöneweide
Transkript
Begleittext / Auszug

Textmaterial

Begleittext und Kontext

Videozeit 00:07 in der Ecke hier oben haben sich verschiedene Labors und Arbeitsräume Befunden der Haupteingang war diese Tür so und jetzt schreite ich mal dahin wo mein Arbeitsplatz war nämlich hier rein so und ich stehe jetzt genau an der Stelle wo mal mein Schreibtisch stand hier zwar ausgebildeter Halbleiter sozusagen gewesen habe aber zum Anfang angefangen in der Entwicklungsabteilung für Flüssigkristall Anzeigen das ist ja die Geschichte des Hauses ist ja so dass also mit Kollegen zusammen hier diese flüssigkristallsubstanzen also die sich auch heute noch in diesen LCD Bildschirm oder was auch immer befinden dass das ein Patent war der Martin Luther Universität Halle und der und Kollegen

Videozeit 01:10 aus dem werf aber dass derchaft fehlte die Kraft das selber in der Großproduktion zu überführen demzufolge wurden die Patente nach Japan verkuft und dann hat man die Produktionsstrecke zurück gekauft ganz spannend und nachdem man hier also erkannt hat dass es für die großp prodtion nicht reicht ist auch der Forschungsbereich so langsam bis auf je wenige Leute eingeschlafen und wir haben oben gelernt und ich habe dann in meinem gelernten Fach also faktisch als halbleitertechnologin gearbeitet das war ungefähr von 1975 dann wirklich bis zum bitteren Ende 1991 Leuchtdioden entwickelt also das sogenannte Mäusekino sie also als alle Anzeigen in rot grün gelb orange und weiß ich was alles überall haben und das war also so muss alles selber machen weil sie haben es uns ja nicht kaufen lassen ja es war ja diese berühmte

Videozeit 02:12 embargoolitik das bestimmte sagen wir mal mal hochtechnologieprodukte einfach mal nicht an den Osten verkauft wurden und nur haben wir das alles selber entwickelt und in diesem zu laserbauelementen zum Schluss halbleiterlesern die also in DVD Playern in CD Playern und in der Messtechnik eingesetzt wordden also wir haben da wirklich uns Mühe gegeben also die Truppe die sich damit beschäftigt hat zu realisieren ein Forscher denkt sich aus dass er was machen möchte aber irgendwann müssen mal 5 Millionen Stück produziert werden und wir haben nur die sogenannte Chipproduktion hier gesteuert das der Rest wurde auch noch im Hause gemacht also bunte Mützchen drauf und Füßchen dran und weiß ich was aber wir haben hier sozusagen die schipproduktion in versuchsdurchläufen versucht sagen wir

Videozeit 03:13 mal hinzukriegen und ich fand das war nicht schlecht was da rausgekommen ist muss ich ehrlich sagen der vielleicht sagen wir mal witzigste Unterschied zwischen einem Ost und westunternehmen ist dass ein ostunternehmen alles unter einem Dach hatte die Maurer die Rohrleger die Maler die Vervielfältigung die Fotostelle das im Westen also im Hause vorhanden waren ging man dann also traf man dann auf dem Flur den Rohrleger seines Vertrauens und sagte dann also ich brauch ein Waschmaschinenanschluss und der Rohrleger meines Vertrauens wusste sogar wo mein Schreibtisch steht da lag dann mal irgendwann einer drauf und so hatte jeder so die Handwerker seines Vertrauens also wir haben im Betrieb unseren Schmuck reparieren lassen wenn also man Goldkettchen oder ein Silberkettchen gerissen war da wusste man wer die

Videozeit 04:14 entsprechenden lötflammen besaß man man konnte konnte eigentlich alles was einem so in den Kopf kam realisieren lassen ich ich kenne auch Leute die sich haben Möbel bauen lassen weil die auch eine tschlerei also das waren so Sachen die hier so durchaus organisiert werden konnten also das war wie gesagt die Vorteil der der Großbetriebe es ging irgendwie alles wir hinter immer hinter dem Rücken von starken Bereichsleitern gearbeitet haben die also von ihren Kollegen keine politischen Glanz Leistung erwarteten sondern in erster Linie die Erfüllung ihrer ihrer Aufgaben war es doch so dass wir in den späteren Jahren der DDR ich sage mal von 85 weiter

Videozeit 05:14 aufwärts fast nicht mehr in der Lage waren die an uns herangetragenen Anforderungen zu erfüllen es war so dass der Markt immer mehr Entwicklung hervorbrachte hervorbrachte wofür bestimmt die geistige Leistung der Kollegen a aus hierreicht hat wir aber materiell nicht mehr ausgestattet waren das heißt also die selbst mithilfe von spektakulären Export und importeinrichtung der DDR die auchmal Materialien Ausrüstung und Anlagen besorgen besorgen konnten sind war eigentlich immer mehr in die Situation warten dass wir es leisten konnten es war relativ schnell klar dass ich hier nichts halten würde dass wir also wirklich wirklich äh wenn der Markt aufgeht sind wir

Videozeit 06:14 erledigt

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