Kinder im Werk

Ausstellung

Kinder im Werk

Kinderkrippe, Wochenheim, Ferienlager und Familienalltag: Quellen zur Frage, wie das Werk für Fernmeldewesen Arbeit und Betreuung miteinander verband.

Auftakt

Jetzt geht es uns gut.

Jetzt geht es uns gut.

Bildunterschrift zur Kinderkrippe des HF, Betriebszeitung HF-Sender, Nr. 16, 28. Mai 1954.

Leitfrage

Wer betreut die Kinder, wenn die Mütter im Werk arbeiten?

Die Quellen erzählen von Fürsorge und Entlastung. Gleichzeitig zeigen sie, dass Kinderbetreuung auch eine Bedingung der Produktion war: Frauen sollten arbeiten können, Schichten sollten laufen, eingearbeitete Kräfte sollten im Betrieb bleiben.

Objektfokus

Drei Quellen, drei Blickrichtungen

Die Ausstellung bindet Archivobjekte direkt ein. Nicht als Kartengitter am Ende, sondern als kleine Beweisstücke mitten in der Erzählung.

4 · Maßstab

Kinderbetreuung war kein Randthema.

8.615 Beschäftigte im WF im Jahr 1990

3.503 davon Frauen

1.754 Frauen mit Kindern

Die Zahlen holen die Ausstellung zurück in den Betrieb. Kinderbetreuung betraf den Alltag vieler Familien und die Arbeitsfähigkeit eines großen Industriebetriebs.

5 · Für wen?

Wochenheime waren nicht für alle gleich.

Die Quellen mahnen zur Vorsicht vor schnellen Urteilen. Wochenkrippen und Kinderwochenheime wirkten damals nicht nur als staatliche Zumutung, sondern auch als Lösung für Alleinerziehende, Studierende, Schichtarbeitende und Familien ohne andere Betreuung.

Gerade deshalb sollte die Ausstellung die Spannung halten: Entlastung und Zumutung, Fürsorge und Produktionsinteresse, Schutzraum und Trennung.

Quellenhintergrund: Folge 8 der Serie behandelt die Frage, für wen Wochenkrippen und Kinderwochenheime gedacht waren.

Schluss

Die Kinderbetreuung im WF war mehr als Sozialleistung.

Sie führte vom Werkstor in Krippenräume, Wochenheime und Ferienorte. Sie half Müttern, im Betrieb zu bleiben. Sie griff tief in den Familienalltag ein. Die Quellen zeigen eine Geschichte von Fürsorge, Arbeit, Organisation und Widerspruch.

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