Diese Ausstellung ordnet den lokal gesicherten technischen Bestand aus dem Werk für Fernmeldewesen und dem Werk für Fernsehelektronik neu. Sie folgt nicht nur der alten Menüstruktur des WF-Museums, sondern dem, was im Industriesalon bereits als Publikation, Archivsammlung und einzelne Archivobjekte lesbar geworden ist.
Der Bestand ist derzeit am stärksten bei Röhren, Halbleitern, Prüf- und Produktionsarbeitsplätzen sowie frühen Spuren von Sende- und Fernsehtechnik. Andere Gruppen wie Geräte, Einschübe und Bauteile oder diverse technische Unterlagen sind bereits lokal nachweisbar, brauchen aber noch weitere editorische Erschließung.
- Röhren und Halbleiter
- Anlagen, Automaten und Arbeitsplätze
- Geräte, Einschübe und Bauteile
- Telekommunikation, Sende- und Fernsehtechnik
- Diverses, Gebäude und Werkumfeld
- Betriebsfotoalben und frühe Werkdokumentation
Röhren und Halbleiter
Hier ist der lokale Bestand am klarsten erschlossen. Die Reihe Röhren für die Republik bildet bereits einen ersten öffentlichen Korpus; hinzu kommen zahlreiche technische Fotografien aus Labor, Fertigung und Prüfung.
- Röhren für die Republik – kuratierte Technikreihe zu Röhren, Bildröhren und Halbleitern.
- Röhren für die Republik. Eine Technikgeschichte – lesbare Verdichtung des derzeit gesicherten Korpus.
- Mitarbeiter bei der Begutachtung einer Röhre, 1969.
- Lebensdauerprüfung der Wanderfeldröhre, 1965.
- Prüffeld für Si/Ge-Dioden, 1965.
- Arbeit im Systemaufbau Bildröhre, 1968.
Anlagen, Automaten und Arbeitsplätze
Die technische Fotografie des WF zeigt nicht nur Produkte, sondern ganze Produktionsumgebungen: Prüffelder, Pumpautomaten, Wasch- und Verpackungsanlagen, Messplätze und Labors. Diese Objektgruppe eignet sich besonders gut, um technische Entwicklung und Arbeitsalltag zusammenzulesen.
- Ilse Boese an einem Pumpautomaten, 1961.
- Empfänger-Röhre Prüfautomat, 1962.
- Ultraschall-Waschanlage, 1962.
- Universalmesstisch für Gasentladungsröhren, 1965.
- Brigade am Verpackungsautomaten, 1968.
- Arbeitsplatz in der Diodenfertigung, 1973.
Geräte, Einschübe und Bauteile
Diese Gruppe ist lokal vorhanden, aber noch weniger stark als eigene Reihe lesbar. Der derzeit brauchbarste Zugang läuft über Diodenfertigung, Schaukästen, Baugruppenfotos und ausgewählte technische Einzelobjekte. Hier ist die editorische Verdichtung noch ausbaufähig.
- Schaukasten Diodenfertigung, 1965.
- Fertigungseinrichtung der Diode, 1973.
- Montage der Epitaxie-Planar-Diode, 1973.
- Elektronisches Großgerät in der Diodenfertigung, 1973.
Telekommunikation, Sende- und Fernsehtechnik
Für diesen Bereich gibt es bereits gute lokale Anker: frühe Fernsehtechnik, Senderöhren und die Vorgeschichte des WF im NEF. Zusammen ergeben sie einen technisch und institutionell breiten Zugang zum Werk.
- Farbfernsehen in der DDR schon vor dem Mauerbau?.
- Fundstücke zur Geschichte des NEF im Archiv des Industriesalons.
- Einsetzen einer Senderöhre Typ 364, 1961.
- Senderöhre-Aufbau Brigade, 1964.
- Schaukasten Senderöhre, 1965.
Diverses, Gebäude und Werkumfeld
Die Randzonen des technischen Bestands sind für die Ortsgeschichte des WF besonders wertvoll: Werkgebäude, Poliklinik, Laborräume, Schautafeln und andere Dokumente des institutionellen Umfelds. Sie ergänzen die technischen Reihen um den räumlichen und sozialen Rahmen der Produktion.
- Geschichte des WF – die breitere Werkgeschichte als Zusammenhang.
- Geschichte des WF. Eine Entwicklungsgeschichte.
- Poliklinik WF, Schalterhalle, 1962.
- Laborarbeiterin, 1973.
Betriebsfotoalben und frühe Werkdokumentation
Die vier frühen Betriebsfotoalben aus LKVO, HF und NEF sind keine bloßen Bildanhänge, sondern dichte Quellengruppen zur Frühgeschichte des Werkkomplexes. Sie dokumentieren Labore, Produkte, Produktionsräume und betriebliche Selbstdarstellung unmittelbar nach dem Krieg.
- Betriebsfotoalben im WF – neue Übersichtsausstellung zu den vier Albumgruppen.
- Fotoalbum LKVO 1946.
- Fotoalbum Produktion im Werk für Fernmeldewesen, 1951.
- NEF-Album.
Ausgangspunkt dieser Ausstellung war die technische Übersicht des WF-Museums. Die lokale Fassung im Industriesalon folgt jedoch dem bereits gesicherten Bestand und bleibt deshalb bewusst ungleichgewichtig: Starke Reihen werden vertieft, dünnere Gruppen bleiben als Arbeitsfelder sichtbar.

