Gerd Heinz gehört zu den prägenden Akteuren der Mikroelektronik im Umfeld des Instituts für Nachrichtentechnik (INT) in Berlin-Schöneweide. Er studierte in Dresden, arbeitete ab 1977 am INT und war an frühen Mikroprozessorsystemen sowie am ersten Master-Slice-IC der DDR beteiligt.
1988 promovierte er in Mikroelektronik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach der Arbeit am Zentralinstitut für Kybernetik und Informationsprozesse der Akademie der Wissenschaften setzte er seine Forschung bei der GFaI Berlin fort und wurde dort unter anderem für die Entwicklung der Akustischen Kamera bekannt.
Für die Geschichte Schöneweides ist Heinz ein wichtiger Zeitzeuge, weil er die Hochtechnologie des INT aus eigener Erfahrung beschreiben kann: von der Embargo-Realität der DDR über die Mikroelektronikentwicklung bis zu den Brüchen der Transformationszeit.

