Frauen im Werk für Fernmeldewesen

Ausstellung

Frauen im Werk für Fernmeldewesen

Arbeit. Qualifizierung. Öffentlichkeit. Anerkennung.

Presstellerfertigung, Werk für Fernmeldewesen, 1951

Arbeit

Präzision war keine Nebenarbeit

In der Presstellerfertigung wurden feine Drahtstifte in Glassockel eingeschmolzen. Die Arbeit galt als Frauenarbeit, verlangte aber Konzentration, Materialwissen und ein genaues Gefühl für Temperatur und Tempo.

„Von der Kollegin an der Presstellermaschine hängt es ab.“

Werkhalle

Die Arbeit galt als Frauenarbeit.
Die Verantwortung ebenfalls.

Quelle zur Qualifizierung im WF, 1960er Jahre

Qualifizierung

Förderung und Belehrung

Frauen sollten sich qualifizieren. Zugleich wurden ihre Lern- und Aufstiegsmöglichkeiten oft paternalistisch kommentiert. Die Quellen zeigen Förderung, aber auch Kontrolle und Erwartung.

Biografie

Anni Gent wird zur Aktivistin

Anni Gent kam 1948 als ungelernte Arbeiterin in die Röhren-Sockelei. Verbesserungsvorschläge, Normerhöhung und Auszeichnungen machten sie früh zu einer öffentlichen Figur des Werks.

Brigade

Die „Gent-Mädels“ wurden zur Projektionsfläche.

Presse, Leistung, Erziehung und kollektive Arbeit griffen ineinander.

Feierstunde zum Internationalen Frauentag, WF, 1972

Anerkennung

Anerkennung als Ritual

Frauentag erschien als Feier und Würdigung. Zugleich zeigen die Quellen, welche Rollenbilder im Betrieb bestätigt und öffentlich inszeniert wurden.

Fazit

Die Geschichte der Frauen im WF ist keine Randgeschichte.

Die Werkhallen sind verschwunden oder haben ihre Funktion verändert. Geblieben sind Fotografien, Erinnerungen und Dokumente.

Aus ihnen entsteht kein vollständiges Bild. Aber genug, um die Frauen wieder sichtbar zu machen, die das Werk über Jahrzehnte mitgetragen haben.

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