
Arbeit
Präzision war keine Nebenarbeit
In der Presstellerfertigung wurden feine Drahtstifte in Glassockel eingeschmolzen. Die Arbeit galt als Frauenarbeit, verlangte aber Konzentration, Materialwissen und ein genaues Gefühl für Temperatur und Tempo.
„Von der Kollegin an der Presstellermaschine hängt es ab.“

Werkhalle
Die Arbeit galt als Frauenarbeit.
Die Verantwortung ebenfalls.

Qualifizierung
Förderung und Belehrung
Frauen sollten sich qualifizieren. Zugleich wurden ihre Lern- und Aufstiegsmöglichkeiten oft paternalistisch kommentiert. Die Quellen zeigen Förderung, aber auch Kontrolle und Erwartung.

Biografie
Anni Gent wird zur Aktivistin
Anni Gent kam 1948 als ungelernte Arbeiterin in die Röhren-Sockelei. Verbesserungsvorschläge, Normerhöhung und Auszeichnungen machten sie früh zu einer öffentlichen Figur des Werks.

Brigade
Die „Gent-Mädels“ wurden zur Projektionsfläche.
Presse, Leistung, Erziehung und kollektive Arbeit griffen ineinander.

Anerkennung
Anerkennung als Ritual
Frauentag erschien als Feier und Würdigung. Zugleich zeigen die Quellen, welche Rollenbilder im Betrieb bestätigt und öffentlich inszeniert wurden.
Fazit
Die Geschichte der Frauen im WF ist keine Randgeschichte.
Die Werkhallen sind verschwunden oder haben ihre Funktion verändert. Geblieben sind Fotografien, Erinnerungen und Dokumente.
Aus ihnen entsteht kein vollständiges Bild. Aber genug, um die Frauen wieder sichtbar zu machen, die das Werk über Jahrzehnte mitgetragen haben.

