
Führungen
Industriegeschichte wird dort lesbar, wo sie gebaut wurde: im Quartier, auf Wegen, an Fassaden und in Erzählungen vor Ort.
Industriesalon Schöneweide

Industriegeschichte wird dort lesbar, wo sie gebaut wurde: im Quartier, auf Wegen, an Fassaden und in Erzählungen vor Ort.

Objekte, Dokumente und Erinnerungen werden nicht nur bewahrt, sondern in Zusammenhänge gebracht und wieder lesbar gemacht.

Der Ort ist nicht Abschluss einer Geschichte, sondern ein öffentlicher Ausgangspunkt für Fragen nach Wandel, Arbeit und Stadt.
Woher wir kommen
Ein Betriebsmuseum verschwand. Geräte, Dokumente und Teile der Geschichte lagen bereits zur Entsorgung bereit.
Die Arbeit begann nicht mit Konzepten, sondern mit dem, was noch da war.

Aus Ruinen wurde kein Palast. Erst einmal wurde gerettet, sortiert, getragen.
Einige begannen, die Bestände herauszunehmen und zu sichern. Geräte, Unterlagen und Erinnerungen ehemaliger Beschäftigter wurden zusammengeführt.
Aus dieser ersten Sicherung entstand 2009 der Verein. Die Sammlung wurde zur Grundlage eines Ortes, der Industriegeschichte nicht abschließt, sondern weiter befragt.
Der erste Zustand
Objektnotiz: Viele Geräte kamen ohne Kontext an. Beschriftungen fehlten, Zuordnungen waren unklar. Ein großer Teil der Arbeit bestand zunächst im Identifizieren, Ordnen und Wiederverbinden von Wissen.


Woran wir arbeiten
Die Sammlung blieb nicht stehen. Aus Geräten, Dokumenten und Erinnerungen entstehen heute Rundgänge, Publikationen und Projekte im Stadtraum.
Der Industriesalon arbeitet mit dem geretteten Bestand weiter: als Archiv, Ausstellungsort und Ausgangspunkt für Vermittlung.
Dabei geht es nicht nur um Technikgeschichte. Die Sammlung führt zu Fragen nach Arbeit, Stadtentwicklung und dem heutigen Schöneweide.
Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Initiativen und Partnern im Bezirk verbinden historische Objekte mit aktueller Stadtarbeit.
Arbeitsform: zwischen Sammlung, Rundgang, Publikation und projektbezogener Förderung.
Wohin es geht
Aus Ruinen wird nicht sofort ein Palast. Die Arbeit bleibt näher am Bestand: sichern, zeigen, erklären, weiterbauen.
Der Industriesalon ist kein abgeschlossenes Museum. Er ist ein Ort, an dem industrielle Erinnerung in die Gegenwart Schöneweides hineinreicht.
Die Arbeit geht weiter, weil die Geschichte des Standorts nicht nur in Objekten liegt. Sie steckt auch in Gebäuden, Straßen, Arbeitswegen und persönlichen Erinnerungen.
Aus industrieller Erinnerung entstehen Fragen an die Stadtentwicklung: Welche Orte bleiben sichtbar? Welche Geschichten werden weitergegeben? Wer nutzt den Stadtteil morgen?
Viele Vorhaben entstehen projektbezogen und unter wechselnden Rahmenbedingungen. Der Salon verbindet dabei Archivarbeit, Vermittlung und Kooperationen im Bezirk.
Förderung, Kooperationen und ehrenamtliche Arbeit tragen viele Vorhaben. Das macht die Arbeit beweglich, aber nie ganz abgeschlossen.
Ein Ort, der genutzt wird: für Führungen, Sammlung, Forschung, Nachbarschaft und Projekte, die Schöneweide nicht nur als Vergangenheit betrachten.
Anerkennung
Auszeichnungen markieren hier keinen Höhepunkt, sondern machen sichtbar, wie kontinuierlich am Ort gearbeitet wurde: mit Sammlung, Vermittlung und einem langen Einsatz für die Industriegeschichte Schöneweides.

Es steht exemplarisch für eine Arbeit, die nicht spektakulär begann, sondern über Jahre Bestände rettete, Wissen sicherte und daraus einen öffentlichen Ort machte.

2019 wurde der Industriesalon zum 10. Geburtstag vom Präsidenten der HTW Berlin zum Ehren-Institut der HTW ernannt.

2018 erhielt der Industriesalon den Tourismus-Award für herausragende touristische Leistungen in Treptow-Köpenick.
Team
Ansprechpersonen, Vermittlerinnen und Projektverantwortliche arbeiten hier an Ausstellung, Sammlung, Programm und Besuch vor Ort.

Schatzmeisterin
„Das Museum war komplett da, das ganze Gebäude gehörte Samsung Korea, und die haben gesagt: ‚Gut, dass Sie anrufen, wir müssen das Haus gerade

Stellvertreter
Zukunftswissen in innovatives Handeln zu übersetzen ist mein Credo. Analysen und Szenarien sind die Werkzeuge. Ihr Einsatz erfordert Haltung, Reflektion und Mut für Neues.

Kurator
Archivar aus Leidenschaft, Kurator im Herzen. Albert Markert hütet die Seele des Industriesalons – unsere Archive – und erweckt diese Geschichten durch seine durchdachte

Motor
Anja ist der Dreh- und Angelpunkt unserer täglichen Arbeit. Sie koordiniert nicht nur den gesamten Veranstaltungsbetrieb, sondern ist als „Guide der Guides“ auch für

Vorsitzende
Alexa ist eine ruhige, verbindende Stimme im Industriesalon – aufmerksam, ausgleichend und mit einem feinen Gespür für Menschen und Gespräche.

Schriftführer
„Guido gehört zu den Menschen, die lieber reparieren als sich in den Vordergrund zu stellen – aufmerksam für Details, technische Probleme und alles, was
Mitmachen
Der Industriesalon wird von einem gemeinnützigen Verein getragen. Mitglieder, Ehrenamtliche, Zeitzeugen, Hochschulpartner und Unterstützer aus dem Stadtteil sichern die Arbeit langfristig und ermöglichen neue Projekte.
Mitgliedschaft, Mitarbeit im Archiv oder bei Veranstaltungen und konkrete Unterstützung vor Ort sind gleichermaßen willkommen.
ANREISE & MEHR
Die wichtigsten Hinweise für Ihren Besuch im Industriesalon.
Adresse: Reinbeckstraße 10, 12459 Berlin, Schöneweide
Besuchszeiten: Do–So, 14–18 Uhr
Bürozeiten: Mo–Do, 10–16 Uhr; Fr, 14–16 Uhr
ÖPNV: S-Bahnhof Schöneweide. Tram: 27, 60, 67 Haltestelle: Firlstraße
Barrierefreiheit: Stufenloser Zugang, Barrierefreies WC, Parken in der Nähe